
Die Gerüchte bewahrheiten sich...
Schon lange vor der Ankündigung gab es Gerüchte um eine Fortsetzung von
Final Fantasy XII. Selbst die Entwickler von Final Fantasy XII beteiligten sich an den Gerüchten, unter anderem Akihiko Yoshida mit der Aussage, es gäbe durchaus eine Chance auf Final Fantasy XII-2. Yasumi Matsuno betonte in einem Interview, er fände das Spiel aus der Sicht von Balthier interessant. Die Gerüchte sollten sich später bewahrheiten, doch mit einem Ableger für den Nintendo DS hat wohl kaum jemand gerechnet.
Final Fantasy XII Revenant Wings spielt zwar zeitlich kurz nach Final Fantasy XII, die Entwickler des Spiels wehren sich aber heute dagegen, es als "Final Fantasy XII-2" zu bezeichnen.

Kurz vor der
Tokyo Game Show 2006 enthüllte Square Enix den Ableger Final Fantasy XII Revenant Wings. Und nicht einmal ein Jahr später, nämlich am 26. April 2007, erscheint das Spiel in Japan. Es dreht sich hauptsächlich um Vaan und Penelo und knüpft nicht direkt an die Ereignisse von Final Fantasy XII an. In diesem Sinne ist es also keine echte Fortsetzung. Vaan und Penelo sind im Vergleich zum Hauptspiel jeweils um ein Jahr älter, 18 und 17. Wie der Titel schon ahnen lässt, spielen Luftschiffe in Revenant Wings eine große Rolle. Dafür haben die Entwickler alle Luftschiffe aus Final Fantasy XII konvertiert und einige weitere dazu erfunden. Vaans Traum Luftpirat zu werden, hat sich erfüllt. Und Penelos Tanz, der bereits von frühen Final Fantasy XII Artworks bekannt sein dürfte, soll in Revenant Wings ebenfalls Platz finden.
Eine Vielzahl an Charakteren

Neben
Vaan und
Penelo sind auch noch jede Menge weitere Charaktere aus Final Fantasy XII mit von der Partie. Schon im ersten Trailer zum Spiel waren neben den beiden auch
Fran und
Balthier zu sehen. Die Final Fantasy XII Gruppe komplett machen
Basch und
Ashe, auch sie werden in Revenant Wings wieder eine Rolle spielen. Weitere Charaktere, die in Final Fantasy XII nur kurz oder gar nicht spielbar waren, sind ebenfalls mit von der Partie:
Larsa, der Kopfgeldjäger
Ba'Gamnan und Vaans Freunde
Tomaj, Kytes und Filo. Selbst Balthiers Luftschiffmechaniker
Nono ist dabei, ebenso wie ein völlig neuer Charakter:
Llyud. Er führt gleichzeitig eine neue Rasse in die Welt von Ivalice ein, eine seltsame, mit Flügeln bewachsene Spezies. Viel spricht dafür, dass all diese Charaktere sogar spielbar sind. Eisuke Yokoyama (Co-Producer) sagte in einem Interview, es gäbe viel mehr Charaktere als in Final Fantasy XII. Generell wollen die Entwickler in Revenant Wings den Charakteren eine Chance geben, die in Final Fantasy XII zu kurz gekommen sind, aber viel mehr Potential hatten. Wir dürfen uns also Hoffnung auf Hintergründe unter anderem zu Fran, Penelo und Ba'Gamnan machen.
Über 50 Beschwörungen
Eine herausragende Rolle in Revenant Wings sollen die Summons spielen. Insgesamt über 50 soll es im Spiel geben, eine beeindruckende Zahl - darunter eine Vielzahl neuer Summons. Die Entwickler versprechen die meisten Beschwörungen aller Final Fantasy Teile. Auch sollen sie viel wichtiger sein als in Final Fantasy XII und
"der Schlüssel für den erfolgreichen Ausgang eines Kampfes". Um bei sovielen Summons für Abwechslung zu sorgen, haben sich die Entwickler einiges einfallen lassen.

Zum einen werden die Summons in Kampfgruppen eingeteilt:
Flying,
Melee und
Range. Also fliegende Summons und Summons die auf Nahkampf und Fernkampf spezialisiert sind. Natürlich gab es früher auch schon derartige Unterteilungen, aber in Final Fantasy XII Revenant Wings scheinen sie sich auch wirklich auf den Kampf auszuwirken. Zusätzlich werden alle Summons in fünf Elemente eingeteilt: Feuer, Wasser, Donner, Erde und Nicht-Elementar. Doch damit nicht genug. Ihrer Stärke nach werden die Summons außerdem in drei Gruppen aufgeteilt: Rang I, Rang II und Rang III Summons.
Unter den vielen neuen Summons sind unter anderem Familienmitglieder bereits bekannter Beschwörungen. So haben Ifrit und
Shiva wieder ihren Auftritt in Revenant Wings, nachdem sie in Final Fantasy XII keine Rolle spielten. Und sie bringen ihre Familie mit. Wir lernen Shivas Ehemann
Darling Shiva kennen und ihr Kind,
Baby Shiva. Ifrit bringt seine jüngere Schwester und seinen älteren Bruder mit.

Weil es bei sovielen Summons schon mal unübersichtlich werden kann, haben sich die Entwickler ein
Deck System ausgedacht. Man kann drei Decks mit jeweils fünf Summons festlegen. Jedes Deck besteht dann aus fünf Espern unterschiedlichen Typs. So ist die Auswahl der Esper vor dem Kampf einfacher und es ist sichergestellt, dass man in der Tat auch fünf Esper bei sich hat, die auf fünf unterschiedliche Dinge spezialisiert sind. Später im Spiel steht uns außerdem das
License Grid System zur Verfügung, eine Art License Board nur für Esper. Hier können die Esper mit speziellen, seltenen Steinen kombiniert werden, die man im Kampf erhalten kann. Diese Steine machen die Esper noch stärker.
Das Kampfsystem, eine Mischung aus Neu und Alt
Ähnlich wie in Final Fantasy XII sollen die Kämpfe in "Echtzeit" stattfinden. Doch im Vergleich zu Final Fantasy XII ist Final Fantasy XII Revenant Wings kein Rollenspiel sondern ein Strategiespiel wie seinerzeit Final Fantasy Tactics oder der Nachfolger Final Fantasy Tactics Advance.

Ein wichtiger Aspekt sind die Vorbereitungen
vor dem Kampf. Sobald man eine Mission angenommen hat, erscheint ein Bildschirm mit vier horizontalen Spalten. In der ersten Spalte sieht man die eigenen Charaktere für den Kampf, angeführt vom Gruppenführer. Die zweite Spalte zeigt die eigenen Esper, die dritte Spalte die Gegner und die vierte schließlich deren Esper. Schon vor dem Kampf erhält man wichtige Informationen zum Gegner, die unbedingt bei der Kampfvorbereitung bedacht werden sollten. Denn es gibt Nahkampfgegner, Fernkampfgegner und fliegende Gegner. Und jeder dieser Gegner ist gegen einige Dinge besonders empfindlich und gegen andere wiederum immun. Nach den Statistiken der Gegner sollte man selbstredend die eigenen Party-Mitglieder und Esper auswählen. Die bereits erwähnten
Esper Decks beschleunigen und erleichtern die Auswahl der unzähligen Esper.
Angegriffen werden die Gegner auf dem Schlachtfeld über den Touchpen des Nintendo DS, ebenso wie die Charaktere mit dem Touchpen gesteuert werden. Auf bestimmte Szenarien im Kampf sollen die Charaktere automatisch reagieren. Die aus Final Fantasy XII bekannten Gambits kommen wieder zum Einsatz. Vorprogrammierte Handlungen der Charaktere auf bestimmte Ereignisse im Kampf also. Auch die Mysth-Teks aus Final Fantasy XII finden wieder Platz im Spiel, sie sollen erweitert werden.

Die Esper im Kampf werden mit Hilfe sogenannter
Esper Gates herbeigerufen. Diese Tore sind überall auf dem Schlachtfeld verteilt. Allerdings gibt es verschiedene und auch bösartige solcher Tore. Aus roten Toren zum Beispiel springen Gegner. Bei neutralen oder blauen Toren darf man beschwören. Das Problem ist, dass zu Beginn des Kampfes die meisten Tore rot sind. Erst durch die Benutzung von Kristallen werden sie blau oder neutral. Dafür muss man sich aber erstmal zum Tor vorkämpfen. Ist ein Tor aber erstmal blau oder neutral, kann man es überall vom Schlachtfeld aus für die Beschwörung von Espern nutzen.
Die Story, Episoden für kurze Spielzeiten
Weil das Spiel für den Nintendo DS erscheint, wird man auch der Natur von Spielen für tragbare Handhelds folgen. Final Fantasy XII Revenant Wings wird in kurzen Stücken spielbar sein. Man wird recht schnell durch die Story finden, die in Episoden und Missionen aufgebaut ist. Alle Missionen zusammen ergeben sich zu einer großen Storyline, wie man sie von Final Fantasy Spielen kennt. Jede Mission enthüllt ein Stück mehr von der Geschichte, doch es ist nicht nötig, alle Missionen abzuschließen, um das Spiel zu beenden. Allerdings gibt es für optionale Missionen auch besondere Items und optionale Summons. Nach dem Abschluss der Missionen kann man die Schlachtfelder später erneut besuchen, z.B. um Schätze zu finden.

Die Geschichte selbst soll sich vorallem um Vaan und Penelo drehen, wie die Entwickler sagten. Vaan, der sich seinen Traum erfüllt hat und nun Luftpirat ist, lebt zusammen mit Penelo und seinen Freunden in Rabanastre. Dort herrscht seit dem Final Fantasy XII Abspann Frieden. Doch besonders Vaan ist gelangweilt und hungrig nach neuen Abenteuern. Ein Schatz hat es ihm angetan. Er fliegt mit seinem Luftschiff nach Lemures, einem fliegenden Kontinent, wo eine neue Rasse mit Flügeln lebt (siehe Artwork in diesem Artikel). Dort beginnt Vaans neues Abenteuer. Vaans Luftschiff
Galbana ist sozusagen das Hauptdrehkreuz des Spiels. Es ist ein essentieller Platz im Spiel.